Dienstag, 6. Oktober 2026

Update: College of Broken Hearts – Band 2 ist ab heute auf Kindle Unlimited verfügbar

Heute ist einer dieser Tage, auf die ich als Autorin lange hingefiebert habe:

College of Broken Hearts – My Reckless Crush ist auf Amazon Kindle Unlimited verfügbar!

College of Broken Hearts – My Reckless Crush von Lilith Wylde mit College-Setting und emotionaler New Adult Romance

Damit geht die Geschichte von Blair und Dominic endlich weiter – und ich bin unglaublich gespannt darauf, wie euch Band 2 gefallen wird.

Zurück bei Blair & Dominic

Nach allem, was in Band 1 passiert ist, wollte ich mit My Reckless Crush noch tiefer in die Geschichte von Blair und Dominic eintauchen.

Denn sich zu verlieben, ist manchmal nur der Anfang.

Was passiert, wenn plötzlich Familie, Vergangenheit, Ängste und Geheimnisse zwischen zwei Menschen stehen? Wenn Liebe nicht mehr nur aus diesem wunderschönen Kribbeln besteht, sondern zu einer Entscheidung wird?

Blair und Dominic müssen in diesem Band herausfinden, ob sie einander wirklich vertrauen können – und ob sie bereit sind, füreinander zu kämpfen, wenn Weglaufen eigentlich so viel einfacher wäre.

Dabei verlassen wir für eine Weile New York und reisen gemeinsam mit Blair, Dominic, Camilla und Vince in die Hamptons. Zwischen Meer, Sommerabenden und ein bisschen Abstand zum Chaos bekommen Gefühle und Beziehungen plötzlich ganz neuen Raum.

Natürlich wäre es nicht College of Broken Hearts, wenn ihnen diese Ruhe lange vergönnt wäre.

Auch Camilla und Vince bekommen in Band 2 ihre Momente. Sagen wir es so: Die beiden machen es sich gegenseitig definitiv nicht leicht.

Die Tropes in My Reckless Crush

Wenn ihr wissen möchtet, was euch erwartet, hier ein kleiner Vorgeschmack auf einige der Vibes & Tropes:

  • New Adult / College Romance
  • Forbidden Love
  • Best Friend’s Brother
  • Rich Boy x Poor Girl
  • He Falls Hard
  • Protective MMC
  • Emotional Healing
  • Second Chance Vibes
  • Family Drama
  • Secrets & Suspense
  • Dual POV
  • Slow Burn & Spice

 Und natürlich jede Menge Blair-und-Dominic-Chaos. ;)

Dann hält man plötzlich das eigene Buch in den Händen …

Aufgeschlagenes Taschenbuch von College of Broken Hearts – My Reckless Crush von Lilith Wylde

So sehr ich E-Books liebe: Es gibt einen Moment, der für mich als Autorin einfach jedes Mal etwas ganz Besonderes ist.

Das eigene Buch zum ersten Mal als Printausgabe in den Händen zu halten.

Monatelang existiert eine Geschichte hauptsächlich auf meinem Bildschirm. Ich schreibe, ändere, streiche, ergänze, fluche vermutlich zwischendurch ein bisschen und verbringe so viele Stunden mit den Charakteren, dass sie sich irgendwann fast wie echte Menschen anfühlen.

Und dann liegt dieses Buch plötzlich vor mir.

Mit Cover. Mit Buchrücken. Mit all den Seiten, die vorher nur eine Datei waren.

Ich glaube nicht, dass dieser Moment für mich jemals normal werden wird. Es ist jedes Mal ein kleines Highlight und gleichzeitig dieser Gedanke: Wow. Ich habe das wirklich geschrieben.

Auf diesen Moment müsst ihr bei Band 2 übrigens nicht mehr lange warten:

Das Print-Release von College of Broken Hearts – My Reckless Crush ist am 3. November.

Habt ihr Band 1 schon gelesen?

Falls ihr College of Broken Hearts – Band 1 bereits gelesen habt, habe ich eine kleine Bitte an euch:

Hinterlasst mir gern eine ehrliche Rezension auf Amazon oder Goodreads.

Euer Feedback ist für mich unglaublich wertvoll. Natürlich freue ich mich über jedes liebe Wort – aber genauso wichtig ist mir zu erfahren, was euch gefallen hat, was euch bewegt hat oder wo ihr euch vielleicht etwas anderes gewünscht hättet.

Denn ich kann mit jedem Feedback von euch wachsen und versuchen, es in meinen nächsten Büchern noch besser zu machen.

Und Rezensionen helfen nicht nur mir. Sie helfen auch anderen Leser dabei, meine Bücher überhaupt erst zu entdecken.

Dafür ein riesiges Dankeschön an alle, die sich die Zeit dafür nehmen. ♡

Noch nicht mit Blair & Dominic angefangen?

Dann könnt ihr natürlich erst einmal mit Band 1 starten.

Der erste Teil von College of Broken Hearts ist ebenfalls bereits als Printausgabe erhältlich – perfekt für alle, die Blair und Dominic lieber auf Papier kennenlernen möchten.

Und wenn ihr Band 1 schon kennt, könnt ihr ab heute direkt mit My Reckless Crush auf Kindle Unlimited weiterlesen.

Ich bin wirklich gespannt, was ihr zu Band 2 sagen werdet. Auf eure Nachrichten, eure Reaktionen und eure Gedanken zu Blair, Dominic – und natürlich auch zu Camilla und Vince.

Diese vier bedeuten mir inzwischen unglaublich viel, und umso schöner ist es, ihre Geschichte jetzt mit euch teilen zu können.

Und danach?

Ist ihre Reise noch nicht ganz vorbei.

Mit Band 3 bekommen Blair und Dominic ihr großes Finale.

Aber bis dahin wünsche ich euch erst einmal ganz viel Freude, Herzklopfen, Emotionen und vielleicht auch ein kleines bisschen Verzweiflung mit College of Broken Hearts – My Reckless Crush. ♡

Danke, dass ihr meine Bücher lest und meine Charaktere auf ihrer Reise begleitet.

Dienstag, 29. September 2026

Trope: Rivals to Lovers – Wenn aus Konkurrenz plötzlich Liebe wird

Es gibt diese eine Person, bei der schon ein Blick genügt. Nicht, weil sofort Schmetterlinge im Bauch flattern. Ganz im Gegenteil. Weil sie nervt und provoziert. Weil sie ausgerechnet dort auftaucht, wo man selbst gewinnen will. Und sie verdammt noch mal viel zu gut in dem ist, was sie tut. 

Willkommen bei Rivals to Lovers.

Rivals to Lovers in einer Sports Romance: Zwei rivalisierende Motorsportler auf der Rennstrecke

Der Romance-Trope lebt von Konkurrenz, Ehrgeiz und zwei Menschen, die einander eigentlich besiegen wollen – und dabei irgendwann feststellen müssen, dass zwischen ihnen noch etwas ganz anderes entstanden ist.

Was bedeutet Rivals to Lovers?

Bei Rivals to Lovers stehen sich zwei Figuren zunächst als Konkurrenten gegenüber. Sie verfolgen dasselbe Ziel, kämpfen um den gleichen Erfolg oder bewegen sich in einer Welt, in der Gewinnen und Verlieren eine große Rolle spielen.

Anders als bei klassischen Enemies-to-Lovers-Geschichten müssen sie sich dabei nicht wirklich hassen.

Viel spannender ist etwas anderes: Sie nehmen einander ernst.

Der andere ist gut. Vielleicht sogar beängstigend gut.

Er ist derjenige, den man unbedingt schlagen möchte.
Sie ist diejenige, deren Namen man auf der Ergebnisliste sofort sucht.
Und natürlich interessiert man sich ausschließlich für die Konkurrenz.

Ganz bestimmt.

Dass man genau weiß, wie der andere sich bewegt, wann er nervös wird, was ihn provoziert und wann etwas nicht stimmt?

Reine Gegnerbeobachtung.

Offensichtlich.

Konkurrenz schafft eine ganz besondere Form von Nähe

Das Schöne an Rivals to Lovers ist, dass die Figuren einander häufig schon sehr genau beobachten, lange bevor sie sich ihre Gefühle eingestehen.

Denn wer seinen größten Rivalen schlagen will, muss ihn kennen.

Seine Stärken, Schwächen, Gewohnheiten und Strategie.

Damit entsteht beinahe automatisch eine Intimität, die zunächst niemand als solche bezeichnen würde.

Plötzlich fällt ihm auf, dass sie heute anders reagiert als sonst.

Sie weiß genau, mit welchem Kommentar sie ihn aus der Reserve locken kann.

Er erkennt an ihrer Körpersprache, dass etwas nicht stimmt, obwohl alle anderen noch glauben, alles sei in Ordnung.

Und irgendwann stellt sich die unangenehme Frage:

Seit wann achte ich eigentlich so sehr auf dich?

Das Problem mit Respekt

Rivalität funktioniert nur dann richtig gut, wenn beide Figuren auf Augenhöhe miteinander stehen.

Natürlich können sie sich provozieren. Sie können streiten, gegenseitig den letzten Nerv rauben und unbedingt gewinnen wollen. Unter all dem sollte aber etwas liegen, das für eine Liebesgeschichte entscheidend ist: Respekt.

Denn die Rivalin ist nicht einfach lästig.

Sie ist gut.

Vielleicht ist sie sogar die Einzige, die ihn wirklich herausfordert.

Und der arrogante Typ, den sie am liebsten jedes Mal hinter sich lassen würde?

Leider versteht ausgerechnet er, wie viel Arbeit, Ehrgeiz und Disziplin hinter ihrem Erfolg stecken.

Genau hier wird aus Konkurrenz langsam Anziehung.

Vielleicht faszinierst du mich gerade deshalb so sehr, weil du mein Rivale bist.

Wenn Gewinnen plötzlich kompliziert wird

Besonders schön wird Rivals to Lovers in dem Moment, in dem sich die Prioritäten verschieben.

Am Anfang ist alles einfach.

Es geht ums Gewinnen.

Schneller sein. Besser sein. Den anderen schlagen.

Doch was passiert, wenn dem Rivalen tatsächlich etwas zustößt?

Wenn aus Schadenfreude plötzlich Sorge wird?

Wenn einer der beiden merkt, dass ein Sieg ziemlich bedeutungslos wäre, wenn der andere nicht mehr da wäre, um ihn herauszufordern?

Genau diese Momente geben dem Trope seine emotionale Tiefe. Die Rivalität verschwindet nicht unbedingt. Aber sie bekommt Konkurrenz von einem Gefühl, das sich wesentlich schlechter kontrollieren lässt.

Liebe.

Rivals to Lovers trifft Racing Romance: Rivals with Racing Hearts

Island of Pressure – Rivals with Racing Hearts von Lilith Wylde als Taschenbuch und E-Book, eine Rivals-to-Lovers Sports Romance

Wie gut Rivalität und Romance zusammenpassen, zeigt auch Rivals with Racing Hearts, Band 7 der Island of Pressure-Reihe.

Luca Morelli und Mary de los Santos verbindet nicht nur ihre Leidenschaft für den Rennsport. Die beiden kennen sich bereits von früher – und sie sind echte Rivalen.

Als Mary auf der Insel auftaucht und dort trainiert, macht sie Luca das Leben nicht gerade leichter. Sie fährt aggressiv, überholt ihn und hält ansonsten lieber Abstand.

Mary ist emotional verschlossen und drückt vieles über ihren Sport aus. Luca dagegen redet über so ziemlich alles – gerne auch ungefragt. Er ist von ihr genervt, gleichzeitig beeindruckt und merkt schneller als ihm lieb ist, wenn mit ihr etwas nicht stimmt.

Die perfekte Mischung für völlig unkomplizierte Gefühle also.

Oder eben nicht.

Denn hinter Marys Verhalten steckt mehr, als Luca zunächst weiß. Ein obsessiver Fan verfolgt sie, weshalb ihr Team versucht, sie so weit wie möglich aus der Öffentlichkeit herauszuhalten. Keine Interviews, kaum Social Media, keine unnötigen Fotos.

Als die Situation immer bedrohlicher wird und schließlich sogar Marys Rennwagen sabotiert wird, bekommt die Rivalität eine völlig neue Dimension.

Aus Beobachtung wird Sorge. Aus Konkurrenz Nähe.

Aus zwei Menschen, die sich auf der Rennstrecke nichts schenken, werden zwei Menschen, die irgendwann nicht mehr ignorieren können, was zwischen ihnen passiert.

Warum Motorsport perfekt für Rivals to Lovers ist

Kaum ein Setting passt so gut zu diesem Trope wie der Rennsport.

Geschwindigkeit, Adrenalin, Ehrgeiz und permanenter Leistungsdruck sorgen ohnehin dafür, dass Emotionen schnell hochkochen. Gleichzeitig entscheidet manchmal ein winziger Moment darüber, wer vorne liegt.

Natürlich wird überholt.

Natürlich wird provoziert.

Natürlich behaupten beide, dass der andere ihnen vollkommen egal ist.

Und natürlich merkt mindestens einer von ihnen trotzdem sofort, wenn mit dem anderen etwas nicht stimmt.

Im Motorsport kommt noch ein weiterer Aspekt hinzu: Vertrauen.

Auf der Rennstrecke müssen Fahrerinnen und Fahrer ihre Konkurrenten einschätzen können. Sie bewegen sich am Limit und wissen gleichzeitig, dass Fehler Konsequenzen haben.

Dadurch kann sich Rivalität besonders intensiv anfühlen. Der Mensch, den man schlagen möchte, ist gleichzeitig jemand, dessen Können man besser kennt und respektiert als das vieler anderer.

Beste Voraussetzungen also, um Gefühle maximal kompliziert zu machen.

Rivals to Lovers ist nicht Enemies to Lovers

Die beiden Tropes werden gerne miteinander verwechselt, unterscheiden sich aber in einem wichtigen Punkt.

Bei Enemies to Lovers gibt es einen echten Konflikt zwischen den Figuren. Sie stehen auf unterschiedlichen Seiten, haben gegensätzliche Interessen oder können einander zu Beginn tatsächlich nicht ausstehen.

Bei Rivals to Lovers liegt der Schwerpunkt stärker auf Konkurrenz.

Beide können dasselbe wollen und sich respektieren. Beide können sogar ziemlich viel Spaß daran haben, sich gegenseitig herauszufordern.

Das Hindernis lautet jedoch: Ich kann mich doch nicht ausgerechnet in die Person verlieben, die ich unbedingt schlagen will.

Das macht die Sache nicht unbedingt einfacher.

Warum wir Rivals to Lovers so gerne lesen

Vielleicht lieben wir diesen Trope gerade deshalb, weil die Figuren sich ihre Gefühle verdienen müssen.

Sie sehen einander nicht nur in romantischen Momenten.

Sie erleben Ehrgeiz. Niederlagen. Frust. Trotz. Unsicherheit. Stärke.

Sie wissen, wie nervtötend der andere sein kann – und verlieben sich trotzdem.

Oder vielleicht sogar ein kleines bisschen deswegen.

Rivals to Lovers erzählt nicht davon, dass Konkurrenz plötzlich unwichtig wird. Die schönsten Geschichten dieses Tropes lassen beide Figuren stark bleiben. Niemand muss seine Ambitionen aufgeben, damit die Beziehung funktioniert.

Stattdessen verändert sich die Bedeutung des Gegeneinanders.

Aus Ich will besser sein als du wird irgendwann: Ich will immer noch gewinnen. Aber ich will dich trotzdem an meiner Seite.

Und vermutlich gibt es kaum eine schönere Liebeserklärung für zwei Rivalen.

Du liebst Rivals to Lovers, Racing Romance und Geschichten, in denen es nicht nur zwischen zwei Menschen, sondern auch auf der Rennstrecke knistert?

Dann lern Luca und Mary in Island of Pressure – Band 7: Rivals with Racing Hearts kennen.

Zwei Rennfahrer.
Eine alte Rivalität.
Eine Insel voller Druck.
Und Gefühle, die sich nicht einfach davonfahren lassen.

Erscheinung: 5. September 2025 auf Amazon Kindle Unlimited.

Taschenbuch: 3. Oktober 2028

Rivals to Lovers in einer Sports Romance: Ein Motorsport-Paar küsst sich an der Rennstrecke



Dienstag, 22. September 2026

Was kommt zuerst: Held, Heldin, Setting oder Konflikt? | Lilith Wylde

Wenn ich erzähle, wie eine neue Geschichte bei mir entsteht, erwarten viele vermutlich eine dieser Antworten: die Heldin, der Held, vielleicht ein dramatischer Konflikt oder dieses eine Setting, das plötzlich im Kopf auftaucht und nicht mehr verschwinden will.

Bei mir ist es anders.

Am Anfang steht meistens weder eine Person noch ein Ort.

Am Anfang stehen die Tropes.

Und ja: Das klingt vermutlich weniger romantisch als „Eines Nachts erschien mir meine Heldin und erzählte mir ihre Geschichte“. Aber meine Bücher entstehen tatsächlich eher wie ein Puzzle. Erst weiß ich, welche Teile ich unbedingt haben möchte. Dann finde ich heraus, wer in diese Geschichte gehört. Und irgendwann brauche ich einen Ort, an dem all das nicht nur passieren kann, sondern beinahe zwangsläufig passieren muss.

Schritt eins: Welche Tropes will ich erzählen?

Bevor ich Namen suche, Augenfarben verteile oder darüber nachdenke, ob jemand morgens Kaffee oder Tee trinkt, steht für mich die wichtigste Frage:

Welche Dynamik soll diese Geschichte haben?

Welche Tropes reizen mich? Welche möchte ich miteinander kombinieren? Wo entsteht Reibung? Welche Konstellation verspricht genau die Art von Spannung, die ich über Hunderte Seiten tragen möchte?

Denn Tropes sind für mich keine Schablonen, in die ich anschließend irgendwelche Figuren stecke. Sie sind eher das Versprechen einer bestimmten Dynamik.

Wenn beispielsweise zwei Menschen einander nicht ausweichen können, interessiert mich nicht nur das „Forced Proximity“-Etikett. Mich interessiert, warum sie nicht wegkönnen. Was passiert, wenn sie sich trotzdem voneinander fernhalten wollen? Wer verliert zuerst die Kontrolle? Und was steht auf dem Spiel, wenn ausgerechnet diese beiden Menschen anfangen, einander zu wichtig zu werden?

Aus diesen Fragen entstehen langsam die Figuren.

Schritt zwei: Wer kann diese Tropes zum Leben erwecken?

Erst jetzt kommen Held und Heldin.

Ich brauche Figuren, bei denen die gewünschten Tropes nicht aufgesetzt wirken. Ihre Persönlichkeit, ihre Vergangenheit, ihre Wünsche und ihre Schwächen müssen dafür sorgen, dass genau diese Konstellation funktioniert.

Dabei entsteht auch der eigentliche Konflikt immer deutlicher.

Denn ein guter Konflikt ist für mich nicht einfach etwas, das von außen auf die Figuren geworfen wird. Er funktioniert am besten, wenn die Figuren selbst Teil des Problems sind.

Zwei andere Menschen könnten dieselbe Situation vielleicht innerhalb von zehn Minuten vernünftig klären.

Meine beiden?

Natürlich nicht.

Wo bliebe denn da der Spaß?

Schritt drei: Wie viele Bände braucht diese Geschichte?

Noch bevor ich mich endgültig auf einen Schauplatz festlege, überlege ich, wie groß die Geschichte eigentlich werden soll.

Ist das eine abgeschlossene Geschichte?

Brauche ich mehrere Paare, deren Geschichten miteinander verwoben sind?

Gibt es einen übergeordneten Handlungsbogen?

Welche Figuren müssen schon früh auftauchen, obwohl ihr eigener großer Moment vielleicht erst später kommt?

Gerade bei Reihen verändert diese Entscheidung enorm viel. Plötzlich brauche ich nicht mehr nur einen Ort für zwei Hauptfiguren. Ich brauche eine kleine Welt, die genügend Raum für mehrere Geschichten bietet und trotzdem geschlossen genug ist, damit die Figuren einander immer wieder begegnen.

Und genau an diesem Punkt wird das Setting richtig interessant.

Schritt vier: Wo muss diese Geschichte spielen?

Ich suche also nicht zuerst einen schönen Ort und überlege anschließend, was dort passieren könnte.

Ich frage: Welcher Ort macht meine Handlung möglich?

Oder noch besser: Welcher Ort macht meinen Figuren das Leben möglichst schwer?

Ein Setting darf hübsch aussehen. Sehr gern sogar.

Aber es sollte mehr können.

Es kann Nähe erzwingen. Fluchtwege abschneiden. Regeln schaffen. Geheimnisse schützen. Hierarchien verstärken. Begegnungen unvermeidbar machen. Es kann dafür sorgen, dass eine Beziehung, die ohnehin kompliziert ist, praktisch unmöglich wird.

Und damit sind wir bei einem ziemlich guten Beispiel.

Island of Pressure

Bei Island of Pressure war die Insel nicht einfach zuerst da.

Ich hatte nicht plötzlich das Bild einer luxuriösen Sportinsel im Kopf und dachte: „Oh, darüber könnte ich ein Buch schreiben.“

Die Überlegung lief andersherum.

Ich wusste, welche Dynamiken und Tropes ich erzählen wollte. Daraus entstanden die Figuren. Dann stellte sich die Frage, wie viel Raum ihre Geschichten brauchen.

Und anschließend brauchte ich eine Welt, in der diese Geschichten funktionieren.

Eine Welt voller Leistung, Konkurrenz und öffentlichem Druck.

Also entstand die Island of Pressure. 

Island of Pressure mit Trainingsstätten und Sportanlagen für Spitzensportler

Eine abgeschottete Insel für Spitzensportler mit Trainingsstätten, Stadion, Motorsportstrecke, Schwimmhalle, Eishalle, medizinischem Zentrum, Pressebereich, Wohnanlagen und allem, was diese Athleten brauchen.

Luxuriös?

Definitiv.

Ein Paradies?

Das kommt darauf an, wen man fragt.

Denn die Insel besitzt Regeln.

Viele Regeln.

Romantische Beziehungen zwischen Athleten und Personal sind verboten. Beziehungen zwischen Athleten sind zwar erlaubt, aber nicht unbedingt erwünscht. Medienauftritte werden kontrolliert. Medizinische Entscheidungen sind bindend. Externe Ärzte dürfen nicht ohne Genehmigung aufgesucht werden. Besucher müssen angemeldet werden. Athleten dürfen die Insel nur begrenzt verlassen.

Und plötzlich wird das Setting selbst zu einem Teil des Konflikts.

Wer sich in die falsche Person verliebt, hat nicht nur ein persönliches Problem.

Wer ein Geheimnis hat, kann ihm nicht einfach davonlaufen.

Wer Abstand braucht, begegnet dieser einen Person womöglich beim Training, im Restaurant, im medizinischen Zentrum oder abends an der Bar schon wieder.

Und wer denkt, er könne einfach seine Sachen packen und verschwinden, stellt fest:

So funktioniert die Island of Pressure nicht.

Genau deshalb brauchte diese Geschichte diese Insel.

Nicht, weil ich unbedingt über Monaco schreiben wollte. Nicht, weil eine abgeschottete Luxuswelt hübsch aussieht. Sondern weil die Handlung einen Ort brauchte, an dem Leistung, Öffentlichkeit, Regeln, Nähe und Kontrolle ständig miteinander kollidieren.

Das Setting entstand für die Geschichte.

Und inzwischen kann ich mir die Geschichte nirgendwo anders mehr vorstellen.

Also: Was kommt nun zuerst?

Bei mir sieht die Reihenfolge meistens so aus:

Tropes → Figuren → Anzahl der Bände → Setting → konkrete Handlung und Konflikte

Natürlich wächst anschließend alles miteinander weiter. Eine Figur verändert das Setting. Eine Regel auf der Insel bringt mich auf eine neue Szene. Ein Nebencharakter wird plötzlich interessanter als geplant. Ein Konflikt verlangt nach einer Vorgeschichte, die ich ursprünglich überhaupt nicht vorgesehen hatte.

Schreiben ist schließlich kein Fließband.

Aber diese Reihenfolge gibt mir das Gerüst.

Vielleicht ist das auch der Grund, warum ich Settings so gern mag, die ihre eigenen Regeln haben. Ich möchte nicht, dass der Schauplatz bloß eine hübsche Kulisse hinter meinen Figuren ist.

Ich möchte, dass er sich einmischt.

Dass er Möglichkeiten schafft und gleichzeitig Türen zuschlägt.

Dass meine Figuren irgendwann denken:

Überall. Wirklich überall hätte das passieren können. Warum ausgerechnet hier?

Und ich sitze vor meinem Manuskript und weiß ganz genau, warum.

Weil ich diesen Ort genau dafür gebaut habe.

In meinem Newsletter stelle ich übrigens gerade all die Red Flags und verbotenen Paare vor, auf die du auf der Insel treffen wirst.


Mittwoch, 16. September 2026

Wovor ich als Autorin wirklich Angst habe

Wenn man Bücher veröffentlicht, gibt es eine Frage, die irgendwann fast automatisch kommt:


„Hast du Angst, dass eines deiner Bücher floppt?“

Natürlich wäre es gelogen zu behaupten, dass mir Verkaufszahlen völlig egal sind. Ich schreibe meine Bücher schließlich nicht, damit sie für immer ungelesen auf meinem Laptop liegen. Ich möchte, dass ihr sie lest. Dass ihr euch verliebt, mit meinen Figuren leidet, über sie flucht und mir anschließend Nachrichten schreibt, weil irgendein Mann, den ich erfunden habe, eure Erwartungen an die Realität mal wieder vollkommen ruiniert hat.

Aber ein Flop?

Nein.

Das ist tatsächlich nicht meine größte Angst.

Meine größte Angst ist, irgendwann kein Buch mehr zu schreiben.

Nicht, weil niemand mehr meine Bücher lesen möchte.

Sondern weil irgendwann keine Geschichte mehr in meinem Kopf auftaucht.

Und wenn ich mir meine Notizen ansehe, ist zumindest dieses Szenario aktuell … sagen wir: äußerst unwahrscheinlich.

Denn ich habe ein kleines Problem.

Ich habe Ideen.

Sehr. Viele. Ideen.

So viele, dass ich vermutlich mehrere Leben als Autorin gebrauchen könnte.

Während ich an einem Buch schreibe, taucht irgendwo in meinem Kopf bereits das nächste Paar auf. Dann kommt plötzlich eine Szene dazu. Ein Satz. Ein Trope. Ein Setting. Ein Mann, den ich definitiv nicht brauche, weil ich bereits genug andere Männer zu schreiben habe.

Und selbstverständlich bekommt er trotzdem eine eigene Geschichte.

Inzwischen warten nicht nur einzelne Bücher auf mich, sondern ganze Reihen.

Und heute möchte ich euch einmal einen kleinen Blick auf das geben, was irgendwann noch auf euch zukommen könnte.

Island of Pressure

Diese Reihe gehört zu den Geschichten, bei denen es nicht einfach nur um Liebe geht, sondern um Menschen, die unter enormem Druck aufeinandertreffen.

Menschen mit Vergangenheit. Mit Entscheidungen, die Konsequenzen haben. Mit Dingen, über die sie nicht sprechen wollen – und mit genau der einen Person, vor der sie sich irgendwann nicht mehr verstecken können.

Liebe unter Druck eben.

Und ihr kennt mich: Wenn zwei Menschen emotional sowieso schon vollkommen überfordert sind, ist das selbstverständlich der ideale Zeitpunkt, sie auch noch ineinander verlieben zu lassen.

Buchreihe Island of Pressure von Lilith Wylde – sieben Sports-Romance-Liebesgeschichten im Elite-Athleten-Setting vor Monaco

Sports Romance trifft auf Forced Proximity, Leistung unter Druck, Red Flags, Geheimnisse, Golden Retriever, Forbidden Love, Freundesgruppe, Enemies to Lovers und Spice.

Broken but Yours

Der Name verrät wahrscheinlich bereits einiges.

Broken but Yours gehört für mich zu den emotionaleren Reihen, das sie auch auf einer wahren Begebenheit aufbaut. Die Romance stammt von mir. Das Kernereignis aus einem Gerichtstermin, den ich redaktionell besucht habe. Mehr möchte ich aber noch nicht verraten.

Romantic Suspense trifft auf Forced Proximity, Only One Bed, Red Flags, Geheimnisse, Anwalt x Mandantin, Forbidden Love, Brothers Best Friend, Enemies to Lovers und Spice.

Edinburgh Rugby

Dann gibt es da noch meine Rugbyspieler.

Willkommen an der Carrington University Edinburgh, einer privaten Eliteuniversität am Rand von Edinburgh, mit Rugbyplatz, Wohnheim, moderner Bibliothek, Medizinzentrum und dem Ivy House Café, in dem meine Figuren vermutlich mehr Zeit verbringen werden als in ihren Vorlesungen.

Dazu kommen vier Rugbyspieler, vier Frauen, jede Menge Campusleben – und eine anonyme Seite namens Secret Society, auf der plötzlich die Geheimnisse der Studierenden auftauchen.

College Romance trifft auf Sports Romance, Rugby Boys, Campus Romance, Forced Proximity, Freundesgruppe, Geheimnisse, Gerüchte und jede Menge „Das sollte wirklich niemand erfahren“-Momente.

Was selbstverständlich bedeutet:

Es wird jemand erfahren.

Garantiert.

Most Wanted Girls

Vier Frauen.

Vier verurteilte Kriminelle.

Eine Strategin. Eine Täuschungsexpertin. Eine Fahrerin. Eine Hackerin.

Und fünf Jahre Gefängnis.

Die Behörden haben bei ihnen nur ein Problem: Diese Frauen sind nicht wegen ihrer Gewaltbereitschaft gefährlich. Sie sind gefährlich, weil sie außergewöhnlich intelligent sind, komplexe Systeme durchschauen und ihre Coups minutiös planen.

Und dann brauchen die Behörden ausgerechnet sie.

Also müssen vier Frauen, die man jahrelang eingesperrt hat, wieder lernen, genau das zu werden, wofür man sie verurteilt hat:

Diebinnen.

In Band eins treffen beispielsweise die kontrollbesessene Strategin Naomi und der ehemalige Soldat und Justizvollzugsbeamte Lionel aufeinander.

Die Tropes?

Forbidden Love · Enemies to Lovers · Slow Burn · Forced Proximity · Touch Her and Die · Verbotene Anziehung · Prison Guard × Prisoner

Oder anders gesagt:

Sie flirtet.

Er bleibt professionell.

Zumindest versucht er es.

Ich wünsche Lionel dabei schon jetzt viel Erfolg.

Er wird ihn brauchen.

The Barrier Reef Horizon Resort

Ein luxuriöses Inselresort mitten im türkisblauen Wasser. Haupthaus und Lobby, tropische Gärten, Bungalows, Restaurant, Kapelle, Veranstaltungshalle, Fitnesscenter, Pools, Pavillon, Blumenhaus …

Eine eigene kleine Welt.

Und genau das liebe ich daran.

Denn ein Resort bedeutet nicht nur Urlaub.

Es bedeutet Menschen, die dort arbeiten. Menschen, die dort heiraten. Menschen, die dort Urlaub machen. Menschen, die eigentlich nur ein paar Tage bleiben wollten.

Und natürlich Menschen, die sich ausgerechnet dort in jemanden verlieben, den sie besser niemals hätten küssen sollen.

Hier sehe ich Island Romance, Workplace Romance, Destination Romance, Forced Proximity, Forbidden Attraction, Holiday Romance, Wedding Romance und dieses wunderbare Gefühl von:

Wie weit willst du eigentlich vor mir weglaufen?

Sehr weit vermutlich.

Nur leider ist irgendwann das Meer im Weg.

Hearts of Ford McLaren

Auch Hearts of Ford McLaren wartet bereits darauf, geschrieben zu werden.

Eine weitere Welt mit eigenen Paaren, eigenen Konflikten und natürlich Männern und Frauen, die ganz hervorragende Gründe dafür haben, sich nicht ineinander zu verlieben.

Was erfahrungsgemäß bedeutet, dass sie es besonders gründlich tun werden.

Auch hier werden unterschiedliche Romance-Tropes aufeinandertreffen – Liebe, Loyalität, Karriere, Nähe und Beziehungen, die auf dem Papier vielleicht eine ausgesprochen schlechte Idee sind.

Meine Lieblingssorte also.

Music Romance

Und irgendwann geht es nach Los Angeles.

Zu Rockstars.

Was soll da schon schiefgehen?

Meine bisher geplante Music-Romance-Reihe beginnt mit Chasing Midnight: einer Fotografin und dem Leadgitarristen einer Band. Dazu gibt es Forced Proximity, Rockstar Romance, He Falls First, Secret Relationship und Protective Jealousy.

Später treffen unter anderem eine Journalistin und ein Drummer in einer Enemies/Rivals to Lovers-Geschichte aufeinander, während ein Bassist sich ausgerechnet in eine Frau verliebt, deren ruhiges, geregeltes Leben kaum weiter von seiner Rockstarwelt entfernt sein könnte. Dort warten Opposites Attract, Playboy Falls First, Good Girl × Bad Boy Image und Secret Dating.

Rockstars.

Geheime Beziehungen.

Eifersucht.

Brother’s Best Friend.

Second Chances.

Frauen, die von ihrem Ruhm vollkommen unbeeindruckt sind.

Und Männer, die damit erstaunlich schlecht klarkommen.

Ich freue mich jetzt schon darauf.

WATERMAN AFTER HOURS

Und als wäre das alles noch nicht genug, gibt es natürlich noch:

WATERMAN AFTER HOURS.

Meine Workplace-Romance-Welt.

Büros. Kollegen. Karriere. Hierarchien. Meetings, bei denen man sich definitiv auf die Präsentation konzentrieren sollte und nicht auf die Person am anderen Ende des Tisches.

Menschen, die jeden verdammten Tag miteinander arbeiten müssen, obwohl zwischen ihnen längst etwas passiert, das mit professioneller Distanz ungefähr gar nichts mehr zu tun hat.

Workplace Romance · Office Romance · Forced Proximity · Forbidden Attraction · Slow Burn · After-Hours-Tension · Blind Date · Enemies to Lovers

Denn offenbar denke ich bei einem Büro nicht:

Wie produktiv.

Ich denke:

Was passiert hier nach Feierabend?

Prioritäten.

Und das sind noch lange nicht alle

Das Verrückte daran?

Das hier ist nur ein Teil.

Es gibt weitere Reihen. Weitere Einzelbände. Weitere Figuren. Namen in irgendwelchen Notizen. Szenen, für die das Buch noch gar nicht existiert. Dialoge, die ich irgendwann nachts ins Handy tippe, weil mein Gehirn offenbar der Meinung ist, 2:14 Uhr wäre der perfekte Zeitpunkt für einen neuen Roman.

Manchmal schaue ich auf all diese Geschichten und denke:

Wann genau soll ich das eigentlich alles schreiben?

Und gleichzeitig hoffe ich, dass dieses Problem niemals verschwindet.

Denn deshalb macht mir der Gedanke an einen Flop viel weniger Angst als der Gedanke, irgendwann aufzuhören.

Ein Buch kann floppen.

Vielleicht sogar mehrere.

Vielleicht liebe ich irgendwann eine Geschichte, die nicht so viele Leser findet, wie ich gehofft habe.

Das würde wehtun.

Aber dann würde ich meinen Laptop öffnen.

Und die nächste schreiben.

Denn da warten noch Rugbyspieler in Edinburgh.

Vier kriminell intelligente Frauen in London.

Rockstars in Los Angeles.

Menschen, die sich nach Feierabend besser nicht näherkommen sollten.

Ein ganzes Luxusresort auf einer Insel.

Und noch so viele andere Figuren, deren Geschichten bisher nur in meinem Kopf existieren.

Meine größte Angst ist deshalb nicht, dass mein nächstes Buch floppt.

Meine größte Angst wäre, keines mehr schreiben zu wollen.

Und solange ich meine Ideenlisten öffne und mich ernsthaft frage, wie ich das alles in einem Autorenleben unterbringen soll …

… mache ich mir darüber gerade ziemlich wenig Sorgen.

Also nein: Mir gehen die Geschichten noch lange nicht aus.

Eher die Jahre, in denen ich sie alle schreiben kann.

Hinter den Seiten von College of Broken Hearts - My Forbidden Crush: Fünf Szenen, die mir besonders wichtig waren

Es gibt Szenen, die man schreibt, weil die Geschichte sie braucht. Und dann gibt es Szenen, bei denen man schon während des Schreibens merkt: Hier passiert gerade etwas, das den Kern dieser Geschichte berührt.

Buch und E-Book „College of Broken Hearts – My Forbidden Crush“ von Lilith Wylde vor romantischer College-Kulisse

Bei College of Broken Hearts – My Forbidden Crush waren das für mich erstaunlich oft nicht die großen, dramatischen Momente. Es waren die Augenblicke, in denen Blair und Dominic etwas voneinander erkennen, das sie vielleicht selbst noch nicht aussprechen können.

Ihre Geschichte lebt natürlich von dem Verbotenen zwischen ihnen. Von Anziehung, Heimlichkeit und Grenzen, die sie besser nicht überschreiten sollten. Aber unter all dem liegt für mich eine andere Frage:

Was passiert, wenn zwei Menschen aus völlig unterschiedlichen Welten aufhören zu überlegen, warum sie nicht zusammenpassen – und anfangen zu fragen, ob sie sich gemeinsam etwas Eigenes schaffen können?

Ich möchte euch fünf Szenen zeigen, die für mich genau deshalb besonders wichtig waren.

Hinweis: Dieser Beitrag enthält Spoiler zu My Forbidden Crush.

1. »Du bist das Risiko.« – »Und du bist die Entscheidung.«

»Ich will nicht, dass du meine Welt wirst«, flüsterte er. »Ich will, dass wir unsere eigene finden.«

Der Satz blieb zwischen uns hängen.

»Das klingt schön«, murmelte ich. »Und genau deshalb geht es nicht.«

»Weil es schön ist?«

Es kam mir vor, als wähle er jedes Wort bewusst.

»Weil schöne Dinge bei mir selten bleiben«, gab ich zu.

Er trat wieder näher. »Ich bin kein schöner Zufall, Blair.«

»Du bist das Risiko.«

»Und du bist die Entscheidung.«

Mein Herz schlug wieder zu schnell.

»Ich habe kein Problem mit kompliziert«, sagte er leise. »Ich habe nur ein Problem mit halben Dingen.«

Diese Szene bringt für mich einen der wichtigsten inneren Konflikte von Blair auf den Punkt.

Oberflächlich betrachtet gibt es mehr als genug Gründe, warum sie und Dominic keine gute Idee sind. Er ist der Bruder ihrer besten Freundin. Ihre Welten könnten kaum unterschiedlicher sein. Und je näher sie sich kommen, desto komplizierter wird alles.

Aber das eigentliche Hindernis sitzt viel tiefer.

Blair hat gelernt, dass schöne Dinge nicht unbedingt bleiben.

Also versucht sie, sich zu schützen, bevor sie überhaupt etwas verlieren kann. Nähe bedeutet für sie nicht nur Geborgenheit. Nähe bedeutet auch, jemandem die Macht zu geben, sie zu verletzen.

Genau deshalb war mir Dominics Antwort so wichtig.

Er sagt nicht: Komm in meine Welt.

Er sagt auch nicht: Ich rette dich aus deiner.

Er sagt: Wir finden unsere eigene.

Ich wollte nie, dass Dominic der Mann wird, der Blair „rettet“. Und ich wollte genauso wenig, dass Blair sich verändern muss, damit sie in sein Leben passt.

Ihre Beziehung kann für mich erst dann wirklich funktionieren, wenn die Frage nicht mehr lautet: In wessen Welt passt Blair?

Sondern: Können diese beiden Menschen gemeinsam eine Welt schaffen, in der beide Platz haben?

Und genau deshalb liebe ich den Satz: Du bist das Risiko. – Und du bist die Entscheidung.

2. Ein einziges Wort: »Bleib.«

Ihr Atem ging schnell.

»Hey.« Ich kniete mich ans Bett. Sie reagierte nicht. Gefangen zwischen Traum und Realität.

»Nicht«, murmelte sie. »Bitte nicht—«

Etwas in mir zog sich zusammen. Ich legte meine Hand auf ihre Schulter.

»Du bist hier. Alles gut.«

Ihre Augen öffneten sich halb. Glasig. Nicht fokussiert. Und dann griff sie nach mir. Ihre Finger schlossen sich um meine Hand, die silbernen Ringe kühl gegen meine Haut. Sie zog daran – stärker, als ich erwartet hatte.

»Bleib«, murmelte sie.

Ich erstarrte einen Moment. Sie war Camillas beste Freundin. Ich durfte das nicht.

Sie zog wieder an meiner Hand – und verlor dabei das Gleichgewicht. Ich fing sie reflexartig auf, bevor sie zurück ins Kissen fiel. Und plötzlich lag ich halb auf dem Bett.

»Blair—«

Sie ließ meine Hand nicht los. Zog mich näher. Und in ihrer Benommenheit rutschte sie zur Seite, machte Platz, ohne zu wissen, was sie tat.

Ich hätte aufstehen sollen. Zurück auf das Sofa. Grenzen ziehen.

Stattdessen legte ich mich neben sie.

Sie rollte sich sofort an mich. Als hätte ihr Körper entschieden, bevor ihr Verstand es konnte. Ihre Stirn an meiner Brust.

Diese Szene kommt sehr früh in ihrer Geschichte. Und gerade deshalb bedeutet sie mir so viel.

Denn zu diesem Zeitpunkt können Blair und Dominic noch wunderbar darüber diskutieren, warum das zwischen ihnen nicht passieren darf. Sie können provozieren, Grenzen ziehen und so tun, als hätten sie alles unter Kontrolle.

Vor allem Blair kann das hervorragend.

Nur in diesem Moment funktioniert ihre Kontrolle nicht.

Sie ist nicht wirklich wach. Sie kann keine schlagfertige Antwort geben. Keine Mauer hochziehen. Keine Ironie zwischen sich und Dominic stellen.

Sie sagt nur:

Bleib.

Für mich erzählt dieser Moment sehr viel darüber, was Nähe in diesem Buch bedeutet.

Nicht nur Begehren. Nicht nur körperliche Anziehung.

Sondern Sicherheit.

Dominic bekommt hier einen Blick auf eine Seite von Blair, die sie ihm bewusst wahrscheinlich niemals gezeigt hätte. Und entscheidend war für mich, was er mit dieser Verletzlichkeit macht: Er fordert nichts dafür. Er nutzt sie nicht. Er bleibt einfach.

Vielleicht beginnt ihre Beziehung deshalb für mich nicht mit einem Kuss.

Vielleicht beginnt sie in gewisser Weise mit diesem einen Wort. 

3. »Weil ich dich liebe!«

»Weil ich dich liebe! ICH LIEBE DICH, BLAIR!«

Der Satz brach aus mir heraus. Zu laut. Zu roh. Zu ehrlich.

Der Wind trug ihn über die Terrasse. Blair erstarrte. Scheiße.

Ich hatte mich immer unter Kontrolle. Immer. In Diskussionen. In Clubs. In Old Court. Mit meinem Vater. Mit Harrison. Mit allen. Nur bei ihr nicht.

»Was?«, flüsterte sie.

Ich atmete schwer. »Ich liebe dich.« Keine Ironie. Kein Spiel. Nur Wahrheit.

»Deshalb habe ich bezahlt. Nicht weil ich dich klein machen will. Sondern weil es mich fertig macht, dich leiden zu sehen.«

Sie sah mich an, als hätte ich etwas Unumkehrbares gesagt.

»Du kannst mich nicht lieben«, sagte sie leise.

»Doch.«

»Das macht alles nur schlimmer.«

»Warum? Was ist so schlimm daran, dass ich dich liebe?«

»Weil ich dann etwas verlieren kann.«

Ich glaube, genau diese letzte Antwort ist der Grund, warum mir diese Liebeserklärung so wichtig war.

Blair sagt nicht sofort: Ich liebe dich auch.

Sie sagt:

Dann kann ich etwas verlieren.

Und damit sind wir wieder bei dem Konflikt, der sie durch so große Teile ihrer Geschichte begleitet.

Liebe löst Blairs Probleme nicht einfach auf. Im Gegenteil. Liebe gibt ihr plötzlich noch etwas, das ihr genommen werden könnte.

Für Dominic ist das Geständnis ebenfalls ein Kontrollverlust. Dieser Mann, der gewohnt ist, Situationen zu beherrschen, Worte abzuwägen und Lösungen zu finden, bekommt seine Gefühle für Blair nicht in eine vernünftige Form gepresst.

Also brechen sie aus ihm heraus.

Und Blair muss sich entscheiden, ob sie weiterhin versucht, jeden möglichen Schmerz zu verhindern – oder ob manche Menschen das Risiko wert sind.

Wenig später gesteht auch sie ihm ihre Liebe. Die Probleme sind dadurch nicht verschwunden. Ihr Vater ist noch da. Das Geld ist noch ein Thema. Ihre unterschiedlichen Welten existieren weiterhin.

Aber die Mauer zwischen ihnen bekommt Risse.

Und als Blair ihn schließlich küsst, fühlt sich dieser Kuss für mich deshalb nicht einfach wie ein romantischer Payoff an.

Er ist eine Entscheidung. 

4. »Weil ich dich nicht nur nachts haben will.«

»Warum ist dir das so wichtig?«

Da war er. Der eigentliche Punkt.

Ich antwortete, ohne zu zögern.

»Weil ich dich nicht nur nachts haben will.«

Blair grinste nicht. Kein Spiel meinerseits. Nur die Wahrheit. Ihr Atem stockte leicht.

»Das macht es kompliziert«, sagte sie leise.

»Es ist schon kompliziert.«

Sie sah mich an. Länger. Eins. Zwei. Drei. Vier. Sie drehte sich weg. Aber ich hatte es gesehen. Es bedeutete ihr etwas. Und genau deshalb hatte sie Angst davor.

Blair ging an mir vorbei Richtung Treppe. Für einen Sekundenbruchteil streifte ihre Hand meine. Unauffällig. Fast zufällig. Aber bewusst.

Ich sah ihr nach.

Ich wollte sie im Tageslicht. Mit Kaffee in der Hand. Mit Wind in den Haaren. Mit diesem trockenen Kommentar, wenn ich zu lange redete. Ich wollte, dass sie neben mir läuft – nicht heimlich, nicht versteckt. Ohne Fluchtwege.

Natürlich macht Heimlichkeit einen Teil des Reizes einer Forbidden Romance aus.

Gestohlene Blicke. Berührungen, die niemand sehen darf. Nächte, die scheinbar außerhalb der normalen Welt existieren.

Aber irgendwann verändert sich die Bedeutung dieser Heimlichkeit.

Was zuerst aufregend ist, wird zur Grenze.

Denn wenn ein Mensch nur in den versteckten Stunden deines Lebens vorkommen darf – welchen Platz hat er dann wirklich darin?

Dominic will Blair an diesem Punkt nicht mehr nur in ihrer geheimen Blase. Er will die alltägliche Blair. Mit Kaffee. Mit ihren Kommentaren. Mit ihren komplizierten Seiten. Mitten am Tag.

Er will ein echtes Leben mit ihr, nicht nur gestohlene Stunden.

Und genau da verändert sich für mich auch das „Forbidden“ ihrer Beziehung. Es geht nicht mehr nur um die Frage, ob sie eine Grenze überschreiten.

Es geht darum, ob sie irgendwann bereit sind, sich nicht mehr hinter dieser Grenze zu verstecken.

5. »Ich tanze dort. Mehr nicht.«

»Ich tanze dort«, sagte ich leise über die Musik hinweg. »Mehr nicht.«

Sein Blick war dunkel.

»Ich weiß.«

»Ich verkaufe nichts von mir.«

Er trat einen halben Schritt näher.

»Ich weiß.«

Diese Szene ist sinnlich – aber das ist für mich nicht der wichtigste Teil daran.

Der wichtigste Teil ist Blairs Selbstbestimmung.

Ihr Job im Club ist ein Teil ihres Lebens, der von außen sehr leicht bewertet werden kann. Andere Menschen können entscheiden, was er ihrer Meinung nach über Blair aussagt. Sie können urteilen, interpretieren oder glauben, sie müssten sie davor retten.

Aber Blair selbst zieht die Grenze.

Sie definiert, was sie dort gibt und was nicht.

Und deshalb waren mir Dominics zwei Worte in dieser Szene mindestens genauso wichtig wie Blairs:

Ich weiß.

Er muss sie nicht erst „trotz“ ihres Jobs respektieren. Er muss ihr auch nicht erklären, was dieser Job angeblich über sie bedeutet.

Er glaubt ihr.

Blair bringt in dieser Szene gewissermaßen den Club zu Dominic – aber unter ihren Bedingungen. Sie entscheidet über den Raum, über die Situation und darüber, was sie mit ihm teilen möchte.

Für mich ist das ein wichtiger Unterschied.

Denn Blair braucht keinen Mann, der ihr sagt, wem sie gehört oder wer sie sein darf.

Sie braucht einen Menschen, der versteht, dass diese Entscheidung immer bei ihr lag. 

Warum mir diese Szenen so viel über Blair und Dominic erzählen

Wenn ich diese fünf Momente heute nebeneinanderlege, fällt mir auf, dass sie alle von Entscheidungen handeln.

Blair entscheidet, ob sie jemanden bleiben lässt.

Dominic entscheidet, dass er keine halbe Beziehung möchte.

Blair entscheidet, wie viel von sich sie gibt und was nur ihr gehört.

Und irgendwann entscheiden beide, dass Liebe nicht weniger gefährlich wird, nur weil man sie nicht beim Namen nennt.

Vielleicht ist das für mich der eigentliche Kern von My Forbidden Crush.

Nicht, dass Blair und Dominic sich nicht lieben dürfen.

Sondern dass sie erst lernen müssen, was es bedeutet, jemanden zu lieben, ohne sich selbst dabei zu verlieren.

Denn manchmal ist der wichtigste Mensch in unserem Leben kein schöner Zufall.

Manchmal ist er das Risiko.

Und manchmal entscheiden wir uns trotzdem dafür.