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Mittwoch, 16. September 2026

Vom Trope zur Story: So plane ich meine Romance

Jede Geschichte beginnt irgendwo. Manchmal mit einer Idee, einem Trope – und manchmal mit zwei Figuren, die einen einfach nicht mehr loslassen.


Bei mir waren das Blair und Dominic.

Blair und Dominic aus „College of Broken Hearts – My Forbidden Crush“ von Lilith Wylde in Los Angeles

Die beiden begleiten mich tatsächlich schon, seit ich 19 Jahre alt bin. Damals wusste ich noch nicht so recht, wie ihre Geschichte aussehen würde. Ich wusste nur, dass sie da sind und etwas zu erzählen haben. Fast zehn Jahre später, mit 28 Jahren, habe ich mich endlich getraut, ihre Reise so zu schreiben, wie ich sie mir immer vorgestellt habe: als dreibändige New-Adult-Reihe College of Broken Hearts. Den Anfang macht Band 1: My Forbidden Crush. Damals stand sogar „Ein Buch veröffentlichen“ auf meinem Zukunftsplan.

Das richtige Setting macht den Unterschied

Bevor ich überhaupt anfange zu schreiben, brauche ich das passende Setting. Das ist für mich viel mehr als nur ein Ort – es bestimmt die Stimmung der Geschichte.

Je nachdem, welche Atmosphäre ich erzählen möchte, zieht es mich nach London, New York, Monaco, Seattle, Edinburgh, Washington State oder sogar Australien. Viele dieser Orte werdet ihr in meinen zukünftigen Büchern noch kennenlernen.

Für College of Broken Hearts war schnell klar, dass die Geschichte an einem Elite-College spielen muss. Ein Ort voller Gegensätze: Privilegien treffen auf Geheimnisse, perfekte Fassaden auf zerbrochene Herzen – die Welt, in der Blair und Dominic aufeinandertreffen.

Historisches College-Gebäude mit Campus – Setting für College Romance und New Adult

Von Tropes zur Geschichte

Sobald das Setting feststeht, überlege ich, welche Tropes sich besonders gut miteinander verbinden lassen.

Ich liebe es, verschiedene Romance-Tropes zu kombinieren und daraus etwas Eigenes entstehen zu lassen. Danach entwickle ich meine Kapitelstruktur. Natürlich verändert sich während des Schreibens noch vieles – Figuren überraschen mich ständig mit Entscheidungen, die ich so gar nicht geplant hatte. Aber eine gute Planung hilft mir dabei, den roten Faden und die emotionale Reise meiner Charaktere im Blick zu behalten.

Blair und Dominic haben lange auf ihren Moment gewartet

Wenn ich heute auf College of Broken Hearts schaue, fühlt es sich fast unwirklich an. Zwei Figuren, die fast ein Jahrzehnt in meinem Kopf gelebt haben, haben endlich ihre Geschichte bekommen. Und ich könnte nicht glücklicher sein, dass ich sie nun mit euch teilen darf.

Eure Meinung hilft mir beim Schreiben

Was viele gar nicht wissen: Euer Feedback gehört für mich zum Schreibprozess dazu.

Jede Rezension, Nachricht und ehrliche Rückmeldung hilft mir dabei, mich als Autorin weiterzuentwickeln. Ich freue mich natürlich riesig, wenn euch meine Bücher gefallen. Gleichzeitig ist konstruktive Kritik unglaublich wertvoll, weil sie mir zeigt, worauf ich beim nächsten Buch noch mehr achten kann.

Deshalb interessiert mich nicht nur, was euch gefallen hat, sondern auch warum. Welche Figur hat euch besonders berührt? Welche Szene ist euch im Gedächtnis geblieben? Gab es etwas, das euch gefehlt hat? All das nehme ich mit in meinen nächsten Schreibprozess.

Wenn ihr College of Broken Hearts – My Forbidden Crush bereits gelesen habt, würde ich mich deshalb wahnsinnig über eine Rezension freuen. Besonders Amazon-Rezensionen helfen dabei, dass das Buch sichtbar bleibt und neue Leser:innen erreicht. Natürlich könnt ihr eure Meinung auch auf Goodreads teilen.

Und wenn ihr mir lieber persönlich schreibt, freue ich mich genauso darüber. Eure Nachrichten sind oft genauso wertvoll wie eine Rezension.

Vielen Dank, dass ihr Blair und Dominic auf ihrer Reise begleitet.

Wenn ihr mich unterstützen möchtet, findet ihr den Link zur Rezension in den Kommentaren. Jede Bewertung hilft meinem Buch und bedeutet mir unglaublich viel.

Warum meine Bücher Playlists (und manchmal Filmlisten) bekommen. Ein Blick hinter die Kulissen von Island of Pressure

Wenn ich schreibe, schreibe ich nie in Stille.


Okay, technisch gesehen manchmal schon – aber meine Figuren? Die sind nie still. Sie haben Rhythmen. Songs. Soundtracks. Manche betreten eine Szene und ich weiß sofort, was im Hintergrund laufen würde. Andere brauchen länger, bis ich ihren Klang finde. Aber sobald er da ist, verändert sich alles.

Illustration eines Footballspielers und einer jungen Frau, die sich bei Sonnenuntergang in einem Stadion innig gegenüberstehen.

Musik hilft mir nicht nur beim Schreiben – sie macht Figuren für mich greifbarer. Sie zeigt mir, wie sie sich bewegen, wie sie denken, fühlen, selbst wenn sie es niemals laut aussprechen würden. Deshalb gibt es in meinen Büchern immer wieder Playlists. Und manchmal eben auch keine – weil nicht jede Geschichte Musik ist. Manche sind Film.

Wenn eine Figur einen Sound hat: Nina aus Island of Pressure – Band 2

Nina war für mich vom ersten Moment an laut. Nicht im klassischen Sinn. Sondern in dieser Art, in der Menschen laut sind, die genau wissen, wer sie sind – auch wenn sie innerlich Chaos mit sich herumtragen.

Nina ist Notfallsanitäterin, Medizinstudentin und Rafaels Schwester aus Band 1. Jemand, der funktioniert, wenn andere zusammenbrechen.

Sie denkt schnell. Handelt schneller. Und sie hat diese Energie von jemandem, der in absoluten Extremsituationen ruhig bleibt – aber privat nicht immer rationale Entscheidungen trifft.

Für Nina war ziemlich schnell klar: Sie hört keinen soften Indie-Pop beim Sonnenuntergang.

Nina braucht Bass. Haltung. Songs mit Kante. Tracks, die nach Adrenalin klingen. Nach „Ich hab einen Zwölf-Stunden-Dienst hinter mir und diskutiere trotzdem noch mit dir.“

Deutschrap passt deshalb perfekt zu ihr. Nicht, weil jedes Lied inhaltlich eins zu eins Nina wäre – sondern wegen der Energie, Direktheit und dieser kompromisslosen Präsenz. Nina ist keine Figur, die sich entschuldigt, weil sie Raum einnimmt.

Wenn ich mir Nina mit Kopfhörern vorstelle, sehe ich sie in Einsatzkleidung, Kaffee in der Hand, zwischen völliger Erschöpfung und absoluter Kontrolle. Musik hilft mir, genau diesen Puls zu greifen.

Und dann kommt Liam

Plötzlich verändert sich die Playlist.

Denn Fight – Rescue – Desire ist nicht einfach nur Ninas Geschichte. Es ist auch die Geschichte von Nina und Liam. Und diese Dynamik? Die brauchte einen Soundtrack, der nicht nur Nina beschreibt – sondern das Chaos zwischen ihnen.

Liam ist rohe Intensität. Schmerz als Ventil. Selbstzerstörung mit Muskeln und einem verdammt guten Kiefer. Als Nina ihn das erste Mal sieht, steht er blutend in einem illegalen Ringkampf – und natürlich ist ihr erster Instinkt nicht Weglaufen, sondern medizinisches Eingreifen.

Das ist exakt ihre Dynamik.

Sie trifft auf einen Mann, der Schmerz ignoriert.
Und sie ist jemand, die darauf trainiert wurde, Schmerz ernst zu nehmen.

Er provoziert.
Sie kontert.

Er verschweigt.
Sie schaut zu genau hin.

Er ist Chaos mit Kontrollproblem.
Sie ist Kontrolle mit Chaosproblem.

Und genau deshalb brauchen ihre Songs Reibung. Nicht nur Vibe.

Eine Playlist kann Szenen emotional verstärken, weil Musik sofort Atmosphäre schafft. Ein Song kann aus einem simplen Blickkontakt Spannung machen. Aus einem Streit ein emotionales Kräftemessen. Aus einer Trainingseinheit etwas, das sich plötzlich intim anfühlt.

Manchmal höre ich einen Song und sehe sofort eine Szene.
Manchmal schreibe ich eine Szene – und weiß danach, welcher Song dazugehört.

Beides passiert.

Warum Playlists New Adult & Sports Romance so gut ergänzen

New Adult lebt von Intensität.

Von Emotionen, die größer wirken als das Leben. Figuren, die irgendwo zwischen Selbstfindung, Trauma, Ehrgeiz, Liebe und völliger Überforderung stehen.

Sports Romance bringt dazu noch etwas ganz Eigenes: Rhythmus. Druck. Körperlichkeit. Disziplin. Wettkampf.

Musik passt da automatisch rein, weil Sport ohnehin oft musikalisch gedacht wird. Training hat Takt. Kämpfe haben Tempo. Läufe haben Puls.

Und Beziehungen erst recht.

Eine gute Playlist macht Figuren nicht nur „cool“. Sie erweitert ihre emotionale Sprache. Sie hilft Lesern, Stimmungen zu greifen. Manche hören die Songs beim Lesen und tauchen tiefer ein. Andere lesen nur die Titel und verstehen trotzdem sofort den Vibe.

Illustration eines jungen Paares bei einem romantischen Filmabend; der Mann berührt zärtlich den Hals der Frau, während sie mit einer Schüssel Popcorn zusammensitzen.

Warum Band 3 stattdessen eine Filmliste hat

Nicht jede Geschichte fühlt sich wie Musik an.

Band 3 war für mich anders.

Romy und Marcus funktionieren nicht über Beats. Sie funktionieren über Szenen, Blicke und Timing. Über dieses Gefühl, als würde man einen Film schauen, bei dem man gleichzeitig lachen und emotional zusammenbrechen möchte.

Deshalb gibt es dort keine klassische Playlist – sondern eine Filmliste.

Weil Filme genauso viel über Figuren verraten können wie Songs. Vielleicht sogar manchmal mehr.

Welche Filme schaut jemand, wenn niemand hinsieht?
Welche Story tröstet ihn?
Welche Trope liebt sie heimlich?
Welcher Film sagt mehr über ihre Sehnsucht aus als jedes Gespräch?

Gerade in Romance erzählen solche kulturellen Vorlieben unglaublich viel über Charaktere.

Mein Fazit

Für mich sind Playlists und Filmlisten keine Marketing-Gimmicks.

Sie sind Teil der Figurenarbeit, des Storytellings und der Atmosphäre.

Nicht jede Leser nutzt sie – und das ist völlig okay. Aber wenn ihr es tut, bekommt ihr ein zusätzliches Fenster in die Welt meiner Charaktere.

Und ganz ehrlich?

Wenn Nina mit Deutschrap im Ohr durch ein medizinisches Praktikum auf einer Insel voller Hochleistungssportler marschiert und Liam dabei völlig aus dem Konzept bringt … dann fühlt sich das einfach exakt richtig an.

Hinter den Kulissen: Wie entsteht eine Szene in einem New Adult Roman?

Habt ihr euch schon einmal gefragt, wie eigentlich eine Szene in meinen Büchern entsteht? Heute nehme ich euch mit hinter die Kulissen meiner Schreibwelt.

Buch und E-Reader mit dem Cover von My Forbidden Crush aus der Reihe College of Broken Hearts von Lilith Wylde – passend zu einem Einblick in die Entstehung einer New-Adult-Szene.

Alles beginnt bei mir ganz klassisch: mit einem Notizbuch.
Ich setze mich hin, meist mit einem Kaffee, und lasse meine Gedanken treiben. Dabei entsteht der erste Plot – noch roh, ungeordnet, aber voller Möglichkeiten. Für meine neue Reihe habe ich mir als Setting das Kingsford Hall College in New York ausgesucht. Ein elitärer Ort, der nach Geheimnissen, Drama und intensiven Gefühlen schreit.

Anschließend wandert alles in mein Schreibprogramm Papyrus. Dort nutze ich besonders gern das Denkbrett, um meinen Plot weiter auszubauen. Figuren, Handlungsstränge, Konflikte – alles bekommt seinen Platz. Und ja, auch mein Whiteboard kommt regelmäßig zum Einsatz. Manchmal muss man Dinge einfach vor sich sehen.

Doch so viel ich auch plane: Das eigentliche Leben entsteht erst beim Schreiben.

Printausgabe und E-Reader mit dem Cover von My Reckless Crush, Band 2 der Reihe College of Broken Hearts von Lilith Wylde.

Gerade bei einer College-Reihe gibt es bestimmte Elemente, die einfach dazugehören. Szenen auf dem Campus, im Wohnheim, auf Partys – dieses typische Gefühl eines elitären Colleges, das gleichzeitig faszinierend und erdrückend sein kann. Dort bewegen sich meine Figuren.

Eine meiner liebsten Figuren ist Blair. Sie passt eigentlich überhaupt nicht in diese perfekte, privilegierte Welt – und genau das macht sie so spannend. Bevor ich eine Szene schreibe, werfe ich immer einen Blick auf meine Figurensteckbriefe. Wie sprechen sie? Wie denken sie? Wie reagieren sie?

Aus diesen Überlegungen entsteht dann oft ein Dialog. Vielleicht eine Szene in der Bibliothek, ein hitziger Wortwechsel auf einer Party oder ein stiller Moment auf der Dachterrasse des Colleges. In Band 1 spielt außerdem das Stadthaus der Montgomerys eine zentrale Rolle – ein Ort voller Atmosphäre und Konflikte.

Sinnliche Szenen

Dann gibt es da noch die sinnlichen Szenen.

Für mich ist dabei besonders wichtig: Es geht nicht um eine bloße Abfolge von Handlungen. Es geht darum, wie sich die Figuren fühlen. Nähe, Unsicherheit, Verlangen, vielleicht auch Angst – all das steht im Vordergrund. Eine Szene darf intensiv sein, aber sie darf niemals unangenehm oder leer wirken. Eins kann ich vorab verraten: In meinen Büchern erwarten euch auch weiterhin Szenen voller Spice.

Oft entstehen meine besten Ideen übrigens ganz unspektakulär: Ich kritzle Notizen in mein Buch, schreibe einzelne Sätze oder Gedanken auf – und füge sie später in Papyrus zu einer vollständigen Szene zusammen.

Printausgabe und E-Reader mit dem rosafarbenen Cover von My Only Crush, Band 3 der Reihe College of Broken Hearts von Lilith Wylde.