Habt ihr euch schon einmal gefragt, wie eigentlich eine Szene in meinen Büchern entsteht? Heute nehme ich euch mit hinter die Kulissen meiner Schreibwelt.
Alles beginnt bei mir ganz klassisch: mit einem Notizbuch.
Ich setze mich hin, meist mit einem Kaffee, und lasse meine Gedanken treiben. Dabei entsteht der erste Plot – noch roh, ungeordnet, aber voller Möglichkeiten. Für meine neue Reihe habe ich mir als Setting das Kingsford Hall College in New York ausgesucht. Ein elitärer Ort, der nach Geheimnissen, Drama und intensiven Gefühlen schreit.
Anschließend wandert alles in mein Schreibprogramm Papyrus. Dort nutze ich besonders gern das Denkbrett, um meinen Plot weiter auszubauen. Figuren, Handlungsstränge, Konflikte – alles bekommt seinen Platz. Und ja, auch mein Whiteboard kommt regelmäßig zum Einsatz. Manchmal muss man Dinge einfach vor sich sehen.
Doch so viel ich auch plane: Das eigentliche Leben entsteht erst beim Schreiben.
Gerade bei einer College-Reihe gibt es bestimmte Elemente, die einfach dazugehören. Szenen auf dem Campus, im Wohnheim, auf Partys – dieses typische Gefühl eines elitären Colleges, das gleichzeitig faszinierend und erdrückend sein kann. Dort bewegen sich meine Figuren.
Eine meiner liebsten Figuren ist Blair. Sie passt eigentlich überhaupt nicht in diese perfekte, privilegierte Welt – und genau das macht sie so spannend. Bevor ich eine Szene schreibe, werfe ich immer einen Blick auf meine Figurensteckbriefe. Wie sprechen sie? Wie denken sie? Wie reagieren sie?
Aus diesen Überlegungen entsteht dann oft ein Dialog. Vielleicht eine Szene in der Bibliothek, ein hitziger Wortwechsel auf einer Party oder ein stiller Moment auf der Dachterrasse des Colleges. In Band 1 spielt außerdem das Stadthaus der Montgomerys eine zentrale Rolle – ein Ort voller Atmosphäre und Konflikte.
Sinnliche Szenen
Dann gibt es da noch die sinnlichen Szenen.
Für mich ist dabei besonders wichtig: Es geht nicht um eine bloße Abfolge von Handlungen. Es geht darum, wie sich die Figuren fühlen. Nähe, Unsicherheit, Verlangen, vielleicht auch Angst – all das steht im Vordergrund. Eine Szene darf intensiv sein, aber sie darf niemals unangenehm oder leer wirken. Eins kann ich vorab verraten: In meinen Büchern erwarten euch auch weiterhin Szenen voller Spice.
Oft entstehen meine besten Ideen übrigens ganz unspektakulär: Ich kritzle Notizen in mein Buch, schreibe einzelne Sätze oder Gedanken auf – und füge sie später in Papyrus zu einer vollständigen Szene zusammen.

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