Warum ich keine offenen Enden schreibe - und meine Figuren immer ein Happy End bekommen

Es gibt dieses eine Gefühl, das viele Leserinnen und Leser kennen: Du schlägst die letzte Seite eines Romans auf, liest den letzten Satz – und denkst dir nur: „What? Wo sind die restlichen Seiten?“ Genau dieses Gefühl ist der Grund, warum ich nie Geschichten mit offenem Ende schreiben werde.

Für mich ist eine Geschichte nicht einfach nur ein Ausschnitt. Sie ist ein Versprechen. Ein Versprechen an die Menschen, die ihre Zeit, ihre Emotionen und ihr Herz in diese Welt investieren. Wenn ich erzähle, dann erzähle ich zu Ende.

Offene Enden haben für viele ihren Reiz – Interpretationsspielraum, künstlerische Freiheit, Diskussionen. Aber für mich fühlt es sich unvollständig an. Es ist schließlich meine Geschichte, und ich möchte nicht, dass meine Leserinnen und Leser am Ende rätseln müssen, was passiert ist. Sie sollen wissen, wie es ausgeht.

Meine Figuren gehen oft Risiken ein. Sie kämpfen, zweifeln, verlieren – und vor allem: Sie entscheiden sich für die Liebe. Und ich finde, genau das verdient ein Happy End. Sich für die Liebe zu entscheiden, kostet Mut. Ich habe das selbst erlebt. Warum sollte ich meinen Figuren diesen Mut abverlangen, wenn ich ihnen am Ende nicht auch das gebe, was sie sich erkämpft haben?

Natürlich sind nicht alle meine Geschichten gleich. Manche sind düster, andere romantisch. Manche gehen an Grenzen, andere lassen Raum zum Träumen. Aber egal, wie dunkel der Weg ist – ich glaube daran, dass am Ende etwas Gutes stehen darf.

Ein Happy End bedeutet für mich nicht Kitsch oder Perfektion. Es bedeutet Abschluss. Es bedeutet Entwicklung, dass die Figuren am Ende nicht mehr dieselben sind wie am Anfang. Dass sie gewachsen sind, Entscheidungen getroffen haben und ihren Platz gefunden haben.

Ich möchte, dass meine Leserinnen und Leser das Buch zuklappen und wissen:
Was ist aus ihnen geworden?
Wofür haben sie sich entschieden?
Und war es das alles wert?

Darin liegt meiner Meinung nach die Magie.

Ein kleines Beispiel ist meine College of Broken Hearts-Reihe. Drei Bände, die miteinander verbunden sind und trotzdem ihre eigenen Geschichten erzählen. Man beginnt bei Band eins, begleitet die Figuren durch ihre Höhen und Tiefen – und in Band drei bekommen Blair und Dominic schließlich ihr Ende. Kein Rätselraten, kein „Vielleicht“, kein „Was wäre wenn“. Sondern ein klares, bewusst erzähltes Ende.

Ich weiß, dass viele offene Enden lieben. Ich gehöre nicht dazu.

Ich schreibe für die, die fühlen wollen und mitfiebern. Für die, die am Ende nicht mit Fragezeichen, sondern mit einem vollen Herzen zurückbleiben möchten.

Und deshalb wird es in meinen Geschichten immer ein Ende geben.

Wenn du meine Art zu schreiben magst, findest du meine Romane hier... Und wenn du eines gelesen hast, freue ich mich über deine ehrliche Rezension auf Amazon oder Goodreads.

© Copyright Lilith Wylde – Alle Rechte vorbehalten.

Information icon

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.